L A C H H A F T .
Über das Komische in allen Lebenslagen
Oberösterreichische Kultur Vermerke,
21. bis 26.10.09, Gmunden
Es ist bekannt, dass das Komische das Tragische nicht ausschließt. Nicht immer entspringt unser Lachen der reinen Freude. Entstanden aus der Drohgebärde des Zähnefletschens, kann es genau so gut – man denke nur an Sarkasmus – Aggression bedeuten. Und manchmal ist Lachen auch nichts anderes als einfach Notwehr gegen (und das heißt: ein Zeichen von) Angst. So scheint etwa ausgerechnet in Krisenzeiten häufig besonders gute Laune zu herrschen …
Aus gegebenem Anlass stellt die 17. Auflage der Oberösterreichischen Kultur Vermerke das zoon gelastikon, das lachende Tier, als das Aristoteles den Menschen definierte, in den Mittelpunkt. Was bringt uns wann zum Lachen – und warum? Was ist Komik? Und wirken – wie Werner Gephart behauptet – „Versuche, das Komische theoretisch zu erfassen“ tatsächlich „von vornherein komisch, weil die Theoriegebärde zu Verrenkungen verführt, also zu körperhaften Bewegungen, die zum Lachen reizen“?
Von 21. – 26. Oktober versuchen seriöse Expertinnen und Experten aus dem In- und Ausland auf dem berühmt-berüchtigt glatten Parkett der Komiktheorie gute Figur zu machen. Selbstverständlich darf dabei der praktische Aspekt des Themas nicht zu kurz kommen. Und so sind, unter anderem an einem Kabarett- und einem Filmabend, neben psychologischen, soziologischen, philosophischen und literarischen Antworten auf die oben gestellten Fragen auch eine Fülle intendiert witziger Einlagen zu erwarten!
Jutta Skokan, Franz Schuh und Andreas Unterweger